Jul 31

Die ständig erhöhten Übertragungsgeschwindigkeiten in das Internet tragen einen hohen Anteil zur Popularität des heutigen Webs bei. In den 70er und 80er Jahren mussten die ersten Internet Benutzer mit einer Geschwindigkeit von 2.400 bps (Bits pro Sekunde) auskommen. Mit dieser Geschwindigkeit hatte man die Möglichkeit, eine DIN-A4-Seite Text in einer unformatierten zwei Kilobyte Datei in sieben Sekunden zu übertragen. Die Verbindung wurde mit einem von der ehemaligen Deutschen Post vertriebenen Akustikkoppler hergestellt. Die Benutzung eines Modems war zu dieser Zeit in Deutschland aufgrund des Endgerätemonopols gesetzlich verbo-ten. Mit diesen langsamen und dazu noch teuren Internetverbindungen wäre das heutige Web nicht nutzbar.
Wie die nachfolgende Grafik an dem Beispiel der Übertragungszeit eines Dokumentes zeigt, werden diese Zeiten durch moderne DSL-Anschlüsse um ein Vielfaches reduziert.

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Jul 09

Ohne eine Einigung auf einheitliche Standards hätte das grenzenlose weltweite Internet nicht die heutige Bedeutung. Ein wichtiger Faktor in diesem Standardisierungsprozess war der so genannte „Browserkrieg“ zwischen dem Netscape Navigator und dem Internet Explorer von 1995 bis 1997. Während dieser Auseinandersetzung mussten Webdesigner auf die Besonderheiten des jeweiligen Browsers eingehen und ihre Webseiten für beide Browser anpassen. Der Browserkrieg brachte allerdings auch Vorteile mit sich. So wurden während des Verlaufs etwa verschiedene neue und nützliche Funktionalitäten vorgeschlagen. Dabei hielten sich die beiden Hersteller jedoch nicht an den damals gültigen HTMLF[1]F 2.0 Standard, der in Webseiten nicht einmal Tabellen vorsah, sondern entwickelten browserspezifische Funktionen, die zwar gleich waren, aber durch eine unterschiedliche Syntax angeboten wurden. Dies machte das Entwickeln von Webseiten so schwierig.

Am Ende des Browserkriegs setzte sich der Internet Explorer durch, wodurch die Entwicklung der Webseiten vereinfacht wurde.

Diese Dominanz des Internet Explorers ist laut Tim O’Reilly vorteilhaft für die Entwicklung des Webs gewesen, da vorher die Entwicklung von Cross Browser Programmen, die in jedem Browser gleich aussahen und funktionierten, sehr schwierig war [vgl. O'Reilly, Tim „What Is Web 2.0“O'Reilly, 30.09.2005, 10.10.2006].

Das im Jahre 1994 gegründete Standardisierungsgremium W3CF[2]F ist keine zwischenstaatliche Organisation, die Standards wie ISO-Normen entwickelt. Vielmehr erstellt es Empfehlungen, nach denen sich die verschiedenen Browserhersteller richten können. Während des Browserkriegs wurde dieser Standard nur als kleinster gemeinsamer Nenner angesehen. Mittlerweile gibt es immer noch verschiedene Interpretationen von JavaScript, HTML oder CSSF[3]F. Allerdings müssen nur noch kleine Anpassungen für die Browser gemacht werden, da die Syntax vereinheitlicht wurde und die Unterschiede nur an einer falschen bzw. fehlerhaften Interpretation liegen [vgl. Alby, Tom „WEB 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien“ Carl Hanser Verlag München Wien 2007, S. 13 - 14].

Die Vorherrschaft des Internet Explorers von über 90% Marktanteil konnte bisher nur der Browser Firefox in dem „zweiten Browserkrieg“ von Ende 2004 bis heute anfechten. Kein anderer Browser schaffte es, dem Marktführer zweistellige Marktanteile abzunehmen, welche Firefox inzwischen auf knapp 20 % ausbauen konnte. Wie in Tabelle 1 auf Seite X21X zu entnehmen, sind aktuell eine Vielzahl von verschiedenen Browsern und Versionen bei den Internetbenutzern im Einsatz.


[1] HTML: Hypertext Markup Language, ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Darstellung von Inhalten wie Texten, Bildern und Hyperlinks in Dokumenten.

[2] W3C: World Wide Web Consortium ist das Gremium zur Standardisierung das World Wide Web betreffender Techniken. Hhttp://www.w3.org/

[3] CSS: Cascading Style Sheets, ist eine deklarative Stylesheet-Sprache für strukturierte Dokumente um die Formatierungsbefehle von den strukturierenden Befehlen und dem Inhalt zu trennen.

Jul 06

Der aktuelle Trend rund um das „neue“ Internet unterscheidet sich laut einiger Experten von dem letzten „Internet Hype“, der im Platzen der Dotcom-Blase im März 2000 endete. Dies ist darin begründet, dass sich seit dieser Krise die Technologien sowie die Kosten des Internets zu einem von den Benutzern akzeptierten, kostengünstigen und ausgereiften Massenmedium entwickelt haben. Das Internet entfaltete sich allerdings schon viel früher von einem einfachen universitären Netzwerk hin zu einem weltweit durch viele Standards festgelegten multimedialen Medium. Diese Evolution beinhaltete viele wichtige Faktoren. Der erste Browser wurde am 26. Februar 1991 von Tim Berners-Lee unter dem Namen World Wide Web vorgestellt. Dieser Browser beherrschte bereits das FTP Protokoll sowie das im Jahre 1989 von Tim Berners-Lee entwickelte HTTP Protokoll. Das Darstellen von Bildern oder Grafiken innerhalb des Browsers war noch nicht möglich, jedoch konnte man zur Textformatierung auf Stylesheets zurückgreifen. Der 1993 veröffentlichte NCSA Mosaic Browser konnte als erster Browser sowohl Text als auch Grafiken innerhalb des Textes anzeigen, ohne die Grafiken extra nachladen zu müssen [vgl. Borchers, Detlef „10 Jahre Mosaic“ Heise Online 10.11.2006 27.11.2006 ; Alby, Tom „WEB 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien“ Carl Hanser Verlag München Wien 2007 , S. 1 ff]. Die rasante Verbreitung des Internets beruht vor allem darauf, dass das Internet im Laufe der Zeit nahezu komplett standardisiert wurde und die Kosten für einen Internetzugang rapide gesunken sind. Auf diese beiden Faktoren soll in dem nun folgenden Abschnitt detaillierter eingegangen werden.

Jun 21

Das Internet nimmt mittlerweile im Leben vieler Menschen eine enorm wichtige Rolle ein und dringt dadurch immer weiter in deren Alltag. Durch das weltweite Netz ist es den Benutzern möglich, mit einer Vielzahl verschiedener Personen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen in einer noch nie da gewesenen einfachen Weise zu kommunizieren. Die Kommunikation über das Internet ist allerdings nur ein kleiner Teil dieses Mediums, viel mehr dient es als Instrument für soziale Bindungen, Informations- und Unterhaltungsquelle sowie als Lieferant verschiedenster Inhalte und Produkte. Vor allem die Generation, für die das Internet nicht der Wechsel von einem klassischen Medium hin zu einem neuen bedeutet, nimmt diese Kommunikationsform an.

Mit der einhergehenden Akzeptanz dieses Mediums wird es auch immer mehr zu einem Gewinn bringenden Geschäftsfeld. Viele Milliarden Dollar aus Risikokapital werden aktuell in neue Startup-Unternehmen investiert. Das Internet ist bereits wenige Jahre nach den großen Utopien, dem Hype, dem Börsenfieber und dem Platzen der Dot-Com-BlaseF[1]F erwachsen geworden. Der aktuelle Trend zum Internet hängt vor allem mit dem wenig aussagekräftigen Schlagwort „Web 2.0“ zusammen. Dabei ist Web 2.0 nicht als ein neues und sehr viel versprechendes Geschäftsfeld zu verstehen, viel mehr ist dies ein Begriff um einen Paradigmenwechsel innerhalb des Internets zu beschreiben, der neue Geschäftsmodelle etabliert sowie eine neue Nutzung und Einstellung zum Internet aufzeigt. Durch den Versionssprung von 1.0 auf 2.0 suggeriert es Umwälzendes und zeugt von Selbstvertrauen, welches neue Geschäftsideen mit sich bringt
[vgl. Schroll, Willi; Neef, Andreas „Web 2.0 – Was ist Dran? Teil I“ Zpunkt GmbH The Foresight Company, Essen 2006, Seite 1].


 

[1] Als Dotcom-Blase bezeichnet man das Platzen einer Spekulationsblase im März 2000, bei dem vor allem die so genannten „Dotcom-Unternehmen“ betroffen waren. Das Platzen dieser Blase (wie zum Beispiel an den größten Märkten für Technologieunternehmen, wie der amerikanischen „NASDAQ“ oder dem deutschen „Neue Markt“ an dem vermeintlich zukunftsweisenden und stark wachsenden Unternehmen aus dem Technologiebereich notierten) führte zu hohen Verlusten bei den Anlegern.