Das Internet nimmt mittlerweile im Leben vieler Menschen eine enorm wichtige Rolle ein und dringt dadurch immer weiter in deren Alltag. Durch das weltweite Netz ist es den Benutzern möglich, mit einer Vielzahl verschiedener Personen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen in einer noch nie da gewesenen einfachen Weise zu kommunizieren. Die Kommunikation über das Internet ist allerdings nur ein kleiner Teil dieses Mediums, viel mehr dient es als Instrument für soziale Bindungen, Informations- und Unterhaltungsquelle sowie als Lieferant verschiedenster Inhalte und Produkte. Vor allem die Generation, für die das Internet nicht der Wechsel von einem klassischen Medium hin zu einem neuen bedeutet, nimmt diese Kommunikationsform an.
Mit der einhergehenden Akzeptanz dieses Mediums wird es auch immer mehr zu einem Gewinn bringenden Geschäftsfeld. Viele Milliarden Dollar aus Risikokapital werden aktuell in neue Startup-Unternehmen investiert. Das Internet ist bereits wenige Jahre nach den großen Utopien, dem Hype, dem Börsenfieber und dem Platzen der Dot-Com-BlaseF[1]F erwachsen geworden. Der aktuelle Trend zum Internet hängt vor allem mit dem wenig aussagekräftigen Schlagwort „Web 2.0“ zusammen. Dabei ist Web 2.0 nicht als ein neues und sehr viel versprechendes Geschäftsfeld zu verstehen, viel mehr ist dies ein Begriff um einen Paradigmenwechsel innerhalb des Internets zu beschreiben, der neue Geschäftsmodelle etabliert sowie eine neue Nutzung und Einstellung zum Internet aufzeigt. Durch den Versionssprung von 1.0 auf 2.0 suggeriert es Umwälzendes und zeugt von Selbstvertrauen, welches neue Geschäftsideen mit sich bringt
[vgl. Schroll, Willi; Neef, Andreas „Web 2.0 – Was ist Dran? Teil I“ Zpunkt GmbH The Foresight Company, Essen 2006, Seite 1].
[1] Als Dotcom-Blase bezeichnet man das Platzen einer Spekulationsblase im März 2000, bei dem vor allem die so genannten „Dotcom-Unternehmen“ betroffen waren. Das Platzen dieser Blase (wie zum Beispiel an den größten Märkten für Technologieunternehmen, wie der amerikanischen „NASDAQ“ oder dem deutschen „Neue Markt“ an dem vermeintlich zukunftsweisenden und stark wachsenden Unternehmen aus dem Technologiebereich notierten) führte zu hohen Verlusten bei den Anlegern.