Jul 06

Der aktuelle Trend rund um das „neue“ Internet unterscheidet sich laut einiger Experten von dem letzten „Internet Hype“, der im Platzen der Dotcom-Blase im März 2000 endete. Dies ist darin begründet, dass sich seit dieser Krise die Technologien sowie die Kosten des Internets zu einem von den Benutzern akzeptierten, kostengünstigen und ausgereiften Massenmedium entwickelt haben. Das Internet entfaltete sich allerdings schon viel früher von einem einfachen universitären Netzwerk hin zu einem weltweit durch viele Standards festgelegten multimedialen Medium. Diese Evolution beinhaltete viele wichtige Faktoren. Der erste Browser wurde am 26. Februar 1991 von Tim Berners-Lee unter dem Namen World Wide Web vorgestellt. Dieser Browser beherrschte bereits das FTP Protokoll sowie das im Jahre 1989 von Tim Berners-Lee entwickelte HTTP Protokoll. Das Darstellen von Bildern oder Grafiken innerhalb des Browsers war noch nicht möglich, jedoch konnte man zur Textformatierung auf Stylesheets zurückgreifen. Der 1993 veröffentlichte NCSA Mosaic Browser konnte als erster Browser sowohl Text als auch Grafiken innerhalb des Textes anzeigen, ohne die Grafiken extra nachladen zu müssen [vgl. Borchers, Detlef „10 Jahre Mosaic“ Heise Online 10.11.2006 27.11.2006 ; Alby, Tom „WEB 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien“ Carl Hanser Verlag München Wien 2007 , S. 1 ff]. Die rasante Verbreitung des Internets beruht vor allem darauf, dass das Internet im Laufe der Zeit nahezu komplett standardisiert wurde und die Kosten für einen Internetzugang rapide gesunken sind. Auf diese beiden Faktoren soll in dem nun folgenden Abschnitt detaillierter eingegangen werden.

Jun 27

Der künstliche Begriff Web 2.0 wird aktuell in den Medien für viele Anwendungen und Trends als Werbebegriff im Internet verwendet. Dies ist in dessen weitumfassenden Bedeutung und der daraus resultierenden ungenauen Definitionen begründet.

Web 2.0 wurde ursprünglich von Dale Dougherty, einem Mitarbeiter des O’Reilly-Verlages, während eines Brainstormings mit der Firma MediaLive International als Namen für eine neue Internetkonferenz (Web 2.0 ConferenceF[1]F seit Oktober 2004) erfunden. Dieser Begriff sollte vermitteln, dass das Internet durch die Dot-Com Krise nicht etwa zusammengebrochen, sondern zu diesem Zeitpunkt wichtiger als je zuvor sei. Am 30.09.2005 veröffentlichte Tim O’Reilly seinen Artikel „What is Web 2.0“ um diesen Begriff näher zu erläutern [vgl. O'Reilly, Tim „What Is Web 2.0“O'Reilly, 30.09.2005, 10.10.2006 Hhttp://www.oreillynet.com/pub/a/oreilly/tim/news/2005/09/30/what-is-web-20.html]H].

In seinem Artikel werden 7 Prinzipien ausgearbeitet und detailliert erläutert, welche als „Kernkompetenzen von Unternehmen im Web 2.0“ angesehen werden:

- Dienste, keine Paketsoftware, mit kosteneffizienter Skalierbarkeit

- Kontrolle über einzigartige, schwer nachzubildende Datenquellen, deren Wert proportional zur Nutzungshäufigkeit steigt

- Vertrauen in Anwender als Mitentwickler

- Nutzung kollektiver Intelligenz

- Erreichen des “Long Tail” mittels Bildung von Communities etc.

- Erstellung von Software über die Grenzen einzelner Geräte hinaus

- Leichtgewichtige User Interfaces, Entwicklungs- und Geschäftsmodelle

[Holz, Patrick „Was ist Web 2.0? - Kernkompetenzen von Unternehmen im Web 2.0“ deutsche Übersetzung von „What Is Web 2.0“ von Tim O'Reilly, April 2006, 10.10.2006 Hhttp://twozero.uni-koeln.de/content/e14/e77/index_ger.html]H

Dieser Artikel liefert allerdings keine kurze und eindeutige Definition des Begriffs. Dadurch wird Web 2.0 in vielerlei Hinsicht verwendet und wird immer mehr zu einem Marketingbegriff. Um diesem Trend entgegen zu wirken, versucht sich O’Reilly an einer eindeutigen und kurzen Definition des Begriffs Web 2.0 und stellt diese in seinem Blog zur Diskussion bereit:

“Web 2.0 is the network as platform, spanning all connected devices; Web 2.0 applications are those that make the most of the intrinsic advantages of that platform: delivering software as a continually-updated service that gets better the more people use it, consuming and remixing data from multiple sources, including individual users, while providing their own data and services in a form that allows remixing by others, creating network effects through an “architecture of participation,” and going beyond the page metaphor of Web 1.0 to deliver rich user experiences.” [O'Reilly, Tim „Web 2.0: Compact Definition?” O'Reilly Media, Inc., 01.10.2005, 10.10.2006 Hhttp://radar.oreilly.com/archives/2005/10/web_20_compact_definition.htmlH]

Die Definition von O’Reilly kommt aus einer geschäftlichen Sicht und beruht auf der Annahme, dass das Web 2.0 eine Betriebssystem ähnliche Plattform ist und durch verschiedenste Schnittstellen verwendbar ist. Die Nutzer des Internets haben dabei durch ihre Partizipation einen wichtigen Anteil an dem Inhalt des Mediums. Inzwischen wurden allerdings eine Vielzahl weiterer Definitionen entwickelt. Unter anderem die von Matthias Melzer:

„Das Web 2.0 ist ein einfach erweiterbarer, verteilter Datenspeicher, der Schnittstellen sowie sich ständig weiter entwickelnde, kollaborativ und partizipativ ausgerichtete, geräteunabhängige Applikationen bereitstellt und dabei dem Benutzer oder Entwickler einen möglichst hohen Grad an Freiheit in seiner Anwendung lässt.“ [Matthias Melzer „HWas ist Web 2.0 (beta)H“ matblog.de, 06.07.2006, 10.10.2006 http://matblog.de/index.php?/archives/209-Was-ist-Web-2.0-beta.htmlH]

Da sich bis dato noch keine genaue Definition des Begriff Web 2.0 durchgesetzt hat, spiegelt die Problematik der Abgrenzung dieses Begriffes wieder. Dies zeigt, dass Web 2.0 viele Facetten beinhaltet, welche sich nicht ohne weiteres in eine Definition zwingen lassen. Die nachfolgenden Abschnitte versuchen den Begriff Web 2.0 und die damit verbundenen Techniken, Anwendungen und Ausprägungen näher zu erläutern.

Eine Auflistung weitere Definitionsversuche finden sich unter:

- Hhttp://phaidon.philo.at/martin/archives/000298.htmlH

- Hhttp://www.readwriteweb.com/archives/web_20_definiti.php

- Hhttp://web2.wsj2.com/the_state_of_web_20.htm


[1] Hhttp://www.web2con.com/H

Jun 21

Das Internet nimmt mittlerweile im Leben vieler Menschen eine enorm wichtige Rolle ein und dringt dadurch immer weiter in deren Alltag. Durch das weltweite Netz ist es den Benutzern möglich, mit einer Vielzahl verschiedener Personen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen in einer noch nie da gewesenen einfachen Weise zu kommunizieren. Die Kommunikation über das Internet ist allerdings nur ein kleiner Teil dieses Mediums, viel mehr dient es als Instrument für soziale Bindungen, Informations- und Unterhaltungsquelle sowie als Lieferant verschiedenster Inhalte und Produkte. Vor allem die Generation, für die das Internet nicht der Wechsel von einem klassischen Medium hin zu einem neuen bedeutet, nimmt diese Kommunikationsform an.

Mit der einhergehenden Akzeptanz dieses Mediums wird es auch immer mehr zu einem Gewinn bringenden Geschäftsfeld. Viele Milliarden Dollar aus Risikokapital werden aktuell in neue Startup-Unternehmen investiert. Das Internet ist bereits wenige Jahre nach den großen Utopien, dem Hype, dem Börsenfieber und dem Platzen der Dot-Com-BlaseF[1]F erwachsen geworden. Der aktuelle Trend zum Internet hängt vor allem mit dem wenig aussagekräftigen Schlagwort „Web 2.0“ zusammen. Dabei ist Web 2.0 nicht als ein neues und sehr viel versprechendes Geschäftsfeld zu verstehen, viel mehr ist dies ein Begriff um einen Paradigmenwechsel innerhalb des Internets zu beschreiben, der neue Geschäftsmodelle etabliert sowie eine neue Nutzung und Einstellung zum Internet aufzeigt. Durch den Versionssprung von 1.0 auf 2.0 suggeriert es Umwälzendes und zeugt von Selbstvertrauen, welches neue Geschäftsideen mit sich bringt
[vgl. Schroll, Willi; Neef, Andreas „Web 2.0 – Was ist Dran? Teil I“ Zpunkt GmbH The Foresight Company, Essen 2006, Seite 1].


 

[1] Als Dotcom-Blase bezeichnet man das Platzen einer Spekulationsblase im März 2000, bei dem vor allem die so genannten „Dotcom-Unternehmen“ betroffen waren. Das Platzen dieser Blase (wie zum Beispiel an den größten Märkten für Technologieunternehmen, wie der amerikanischen „NASDAQ“ oder dem deutschen „Neue Markt“ an dem vermeintlich zukunftsweisenden und stark wachsenden Unternehmen aus dem Technologiebereich notierten) führte zu hohen Verlusten bei den Anlegern.

 

Jun 21

Meine Diplomarbeit erstelle ich beim Deutschen Reisebüro. Sie Trägt den Title “Web 2.0 in der Touristik”.

Aufgabe dieser Diplomarbeit war die Erläuterung des Web 2.0 in der Touristik. Dabei wurde eine allgemeine Betrachtung hinsichtlich technischer, theoretischer und praktischer Web 2.0 Komponenten vorgenommen. Dies umfasst die Darstellung der wichtigsten Technologien, welche im Kontext von Web 2.0 genannt werden sowie typische Web 2.0 Anwendungen. In diesem Zusammenhang wurde die kommerzielle Nutzung dieser neuen Webangebote im Allgemeinen und im Speziellen die aktuelle Nutzung dieser Technologien und Anwendungen innerhalb des touristischen Umfeldes geklärt. Hierfür wurde im Rahmen dieser Diplomarbeit eine Web 2.0 Anwendung entwickelt.

Update (22.06.07): Ich werde die Arbeit nicht eins zu eins hier online stellen, sondern die wichtigsten Teile herausnehmen. Wer an dem kompletten Werk interessiert ist, kann mich gerne kontaktieren.