Jul 17

Ich gehöre zu den Glücklichen, die mit der Deutschen Bahn zur Arbeitsstelle Pendeln dürfen. Zum einem sind die Züge ziemlich überfüllt und zum anderem schafft es die Bahn nicht einmal Pünktlich zu sein. Das Pünktlichste was ich bisher erlebt habe sind lediglich 5 Minuten Verspätung. Dies kann sich aber nach meinen Erfahrungen auf gut 2 1/2 Std. erhöhen. Das scheint kein Problem zu sein. Aber nicht nur das ständig die RE-Züge Verspätung haben, nein die S-Bahn ist dazu auch durchaus in der Lage wodurch natürlich der Anschlusszug verpasst wird.

Wenn ich das ganze nun mal auf einen MIttelwert bringe, habe ich in etwa pro Tag 30-40 min Verspätung. Wobei natürlich das Verpassen des Anschlusszuges nicht mitgerechnet ist. Netterweise bekommt man ja auch nicht genehmigt mit einem RE-Ticket in einen nahezu leeren ICE einzusteigen obwohl das verpassen des zuvor abgefahrenen Zuges in der Verspäteten S-Bahn zu begründen ist.

Nun kann man ja wenigstens die reine Verspätungszeit auf ein Jahr hochrechnen. Dabei kommt bei 250 Arbeitstagen eine Verspätungszeit von 7500 – 10.000 Minuten was 125 – 166,6 Stunden oder 5,2 – 6,9 Tagen entspricht. Wohlgemerkt das ist die reine Zeit die man aufgrund von Verspätungen in dem Zug zusätzlich sitzt.

Wie kommt es aber nun zu diesen Verspätungen? Zum einen hört man wohlbekannte Durchsagen wie “Unsere Weiterfahrt wird sich aufgrund einer Überholung Verzögern”, “Aufgrund von Störungen im Betriebsablauf…”, “Aufgrund einer Störung an einem Bahnübergang…” und so weiter und so fort.

Dieser Artikel ist in einer solchen Versoätung erfasst worden. Von daher können die Zahlen aufgrund des perönlichen Ärgers von der Realität ein wenig abweichen. Ich werde nun aber damit beginnen die Täglichen Verspätungen zu Protokollieren und diese regelmäßig veröffentlichen.

Jul 09

Ohne eine Einigung auf einheitliche Standards hätte das grenzenlose weltweite Internet nicht die heutige Bedeutung. Ein wichtiger Faktor in diesem Standardisierungsprozess war der so genannte „Browserkrieg“ zwischen dem Netscape Navigator und dem Internet Explorer von 1995 bis 1997. Während dieser Auseinandersetzung mussten Webdesigner auf die Besonderheiten des jeweiligen Browsers eingehen und ihre Webseiten für beide Browser anpassen. Der Browserkrieg brachte allerdings auch Vorteile mit sich. So wurden während des Verlaufs etwa verschiedene neue und nützliche Funktionalitäten vorgeschlagen. Dabei hielten sich die beiden Hersteller jedoch nicht an den damals gültigen HTMLF[1]F 2.0 Standard, der in Webseiten nicht einmal Tabellen vorsah, sondern entwickelten browserspezifische Funktionen, die zwar gleich waren, aber durch eine unterschiedliche Syntax angeboten wurden. Dies machte das Entwickeln von Webseiten so schwierig.

Am Ende des Browserkriegs setzte sich der Internet Explorer durch, wodurch die Entwicklung der Webseiten vereinfacht wurde.

Diese Dominanz des Internet Explorers ist laut Tim O’Reilly vorteilhaft für die Entwicklung des Webs gewesen, da vorher die Entwicklung von Cross Browser Programmen, die in jedem Browser gleich aussahen und funktionierten, sehr schwierig war [vgl. O'Reilly, Tim „What Is Web 2.0“O'Reilly, 30.09.2005, 10.10.2006].

Das im Jahre 1994 gegründete Standardisierungsgremium W3CF[2]F ist keine zwischenstaatliche Organisation, die Standards wie ISO-Normen entwickelt. Vielmehr erstellt es Empfehlungen, nach denen sich die verschiedenen Browserhersteller richten können. Während des Browserkriegs wurde dieser Standard nur als kleinster gemeinsamer Nenner angesehen. Mittlerweile gibt es immer noch verschiedene Interpretationen von JavaScript, HTML oder CSSF[3]F. Allerdings müssen nur noch kleine Anpassungen für die Browser gemacht werden, da die Syntax vereinheitlicht wurde und die Unterschiede nur an einer falschen bzw. fehlerhaften Interpretation liegen [vgl. Alby, Tom „WEB 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien“ Carl Hanser Verlag München Wien 2007, S. 13 - 14].

Die Vorherrschaft des Internet Explorers von über 90% Marktanteil konnte bisher nur der Browser Firefox in dem „zweiten Browserkrieg“ von Ende 2004 bis heute anfechten. Kein anderer Browser schaffte es, dem Marktführer zweistellige Marktanteile abzunehmen, welche Firefox inzwischen auf knapp 20 % ausbauen konnte. Wie in Tabelle 1 auf Seite X21X zu entnehmen, sind aktuell eine Vielzahl von verschiedenen Browsern und Versionen bei den Internetbenutzern im Einsatz.


[1] HTML: Hypertext Markup Language, ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Darstellung von Inhalten wie Texten, Bildern und Hyperlinks in Dokumenten.

[2] W3C: World Wide Web Consortium ist das Gremium zur Standardisierung das World Wide Web betreffender Techniken. Hhttp://www.w3.org/

[3] CSS: Cascading Style Sheets, ist eine deklarative Stylesheet-Sprache für strukturierte Dokumente um die Formatierungsbefehle von den strukturierenden Befehlen und dem Inhalt zu trennen.

Jul 06

Der aktuelle Trend rund um das „neue“ Internet unterscheidet sich laut einiger Experten von dem letzten „Internet Hype“, der im Platzen der Dotcom-Blase im März 2000 endete. Dies ist darin begründet, dass sich seit dieser Krise die Technologien sowie die Kosten des Internets zu einem von den Benutzern akzeptierten, kostengünstigen und ausgereiften Massenmedium entwickelt haben. Das Internet entfaltete sich allerdings schon viel früher von einem einfachen universitären Netzwerk hin zu einem weltweit durch viele Standards festgelegten multimedialen Medium. Diese Evolution beinhaltete viele wichtige Faktoren. Der erste Browser wurde am 26. Februar 1991 von Tim Berners-Lee unter dem Namen World Wide Web vorgestellt. Dieser Browser beherrschte bereits das FTP Protokoll sowie das im Jahre 1989 von Tim Berners-Lee entwickelte HTTP Protokoll. Das Darstellen von Bildern oder Grafiken innerhalb des Browsers war noch nicht möglich, jedoch konnte man zur Textformatierung auf Stylesheets zurückgreifen. Der 1993 veröffentlichte NCSA Mosaic Browser konnte als erster Browser sowohl Text als auch Grafiken innerhalb des Textes anzeigen, ohne die Grafiken extra nachladen zu müssen [vgl. Borchers, Detlef „10 Jahre Mosaic“ Heise Online 10.11.2006 27.11.2006 ; Alby, Tom „WEB 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien“ Carl Hanser Verlag München Wien 2007 , S. 1 ff]. Die rasante Verbreitung des Internets beruht vor allem darauf, dass das Internet im Laufe der Zeit nahezu komplett standardisiert wurde und die Kosten für einen Internetzugang rapide gesunken sind. Auf diese beiden Faktoren soll in dem nun folgenden Abschnitt detaillierter eingegangen werden.

Jul 05

Am 04. Juli 2007 war der zweite Streiktag der Deutschen Bahn. Diesmal handelte es sich vorallem um unangekündigte Aktionen. Die Reisenden aus Fulda mussten erhebliche Verspätungen hinnehmen, da ein Stellwerk in Richtung Frankfurt bestreikt wurde. Einige Züge vielen komplett aus, andere wurden über Aschaffenburg bzw. Darmstadt umgeleitet. Ich selbst hatte das “Glück” über Aschaffenburg zu fahren. Daraus resultierte eine Verspätung von ca. 125 min., wobei ein Teil der Verspätung auf einen 40 min. Aufenthalt in Flieden zurückzuführen ist.

Die abendliche Heimfahrt verlief im Grunde ohne weitere Probleme. Der Zug kam in Fulda mit lediglich ca. 10 min. Verspätung an.

Jul 04

Der erste Streiktag ist überstanden. Ich muss sagen, dass sich die Verzögerungen und Verspätungen im Rahmen gehalten haben. Mir wurde lediglich 1 Std. am Morgen geklaut. Dies hing mit einem Streik des Lokführers in Fulda zusammen. Aufgrund der dort aufgebauten Verspätung, kam ich nicht mehr “rechtzeitig” zu den S-Bahn Streiks. Dies habe ich mit ein wenig bedauern hinnehmen müssen ;-)

Die Heimfahrt verlief relativ Problemlos. Es war lediglich festzustellen, dass der Zug besser gefüllt als sonst war. Dies hing wohl mit den Verspätungen des Morgens zusammen, da die meisten Pendler ihr Stundenkonto nicht belasten wollten.

Aktuelle Informationen über die Verspätungen bekommt man auf der Webseite der Deutschen Bahn. Darauf konnte ich mich, dank meines Laptops mit UMTS Karte, ständig auf dem Laufenden halten und die Wartezeit ein wenig vertreiben. Dabei musste ich feststellen, dass praktisch jeder Regional Express aus Fulda in Richtung Frankfurt mindestens 55 min. Verspätung hatte.

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